Time to vaccinate - Szene auf einem landwirtschaftlichen Betrieb Time to vaccinate - Szene auf einem landwirtschaftlichen Betrieb Time to vaccinate - Szene auf einem landwirtschaftlichen Betrieb

ES IST ZEIT!

Impfungen sind für das Tierwohl und die nachhaltige Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln eine wichtige Maßnahme.
Es ist Zeit, dass vorbeugende Impfungen neben dem Haltungssystem, der Fütterung und Hygiene einen festen Platz im Management der Betriebe finden.

"Ein guter Landwirt ist jemand, der alle verfügbaren Möglichkeiten nutzt, um die Produktivität seines Bestandes voll auszuschöpfen. Impfungen gehören dazu."

Declan & Denis O’Meara
Milchviehhalter aus der Grafschaft Tipperary, Irland.

Praxisbeispiele aus der Landwirtschaft

IRLAND

Erfahren Sie von anderen Landwirten, wie Sie Ihre Herden gesund und leistungsfähig halten können. Durch die Verbesserung der Immunabwehr schützen Sie die Tiere vor Krankheitserregern, denen Kälber und Rinder tagtäglich ausgesetzt sind.

Praxisbeispiele aus der Landwirtschaft

IRLAND

Erfahren Sie von anderen Landwirten, wie Sie Ihre Herden gesund und leistungsfähig halten können. Durch die Verbesserung der Immunabwehr schützen Sie die Tiere vor Krankheitserregern, denen Schafe tagtäglich ausgesetzt sind.

Praxisbeispiele aus der Landwirtschaft

NIEDERLANDE

Erfahren Sie von anderen Landwirten, wie Sie Ihre Herden gesund und leistungsfähig halten können. Durch die Verbesserung der Immunabwehr schützen Sie die Tiere vor Krankheitserregern, denen Kälber und Rinder tagtäglich ausgesetzt sind.

Kontakt

Time to Vaccinate ist eine Initiative der MSD Tiergesundheit

Für Fragen rund um Time to Vaccinate senden Sie uns bitte eine Anfrage über das Kontaktformular

TIERGESUNDHEIT BEGINNT BEI UNS

Tiergesundheit beginnt mit uns!
Unser Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der Tiergesundheit. Impfungen schützen Ihre Tiere vor zahlreichen Infektionskrankheiten und halten diese gesund. Erfahren Sie mehr über die durch Impfung beherrschbaren Rindererkrankungen.

Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt über das passende Impfkonzept für Ihren Betrieb.

Kälberdurchfall

Kälberdurchfall ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kälbern bzw. ist DIE häufigste Todesursache bei Kälbern unter 1 Lebensmonat1. Rota- und Coronaviren, E. coli sowie Kryptosporidien sind die Hauptinfektionserreger. In fast allen Betrieben kann mindestens einer dieser Erreger nachgewiesen werden 2 . Junge Kälber sind in den ersten Lebensmonaten sehr empfindlich, und viele Faktoren (wie z.B. Ernährung, Hygiene, Stress, Stall- und Außenklima) können Durchfall auslösen 3 . Wenn das Muttertier, die trächtige Kuh, vor dem Kalben gegen Kälberdurchfall geimpft wird, wird das Kolostrum bzw. die Milch mit schützenden Antikörpern gegen Rota- und Coronaviren sowie E. coli angereichert. Somit ist das Kalb in der ersten Zeit nach der Geburt so lange vor den Auswirkungen der Durchfallerreger geschützt, bis es eine eigene Körperabwehr aufbauen kann.
Erfahren Sie mehr über ein gutes Kolostrum-Management

Rindergrippe

Neben dem Neugeborenendurchfall gehören Atemwegserkrankungen zu den häufigsten Kälbererkrankungen in den ersten Lebenswochen. Die größte Bedeutung hat die rasant fortschreitende Rinder- oder Kälbergrippe (Enzootische Bronchopneumonie), die schnell den ganzen Bestand betreffen kann. Rindergrippe geht mit einer Lungenentzündung einher, die zu bleibenden Lungenschäden führen kann. Selbst wenn ein Kalb die Rindergrippe überlebt und wieder gesund wird, zeigen sich die Folgen langfristig in schlechteren Wachstumsraten und einer schlechteren Milchleistung.

Vorbeugende Schutzimpfungen gegen Viren und Bakterien schützen das Kalb und helfen, die Häufigkeit und Schwere von Rindergrippe-Ausbrüchen zu vermindern. Neben einer Optimierung der Haltungsbedingungen ist eine auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittene Impfstrategie sehr sinnvoll.

BVD-MD

Die Bovine Virusdiarrhoe (BVD/MD, Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease) ist eine durch das BVD-Virus verursachte Infektionskrankheit der Rinder. Bei trächtigen Rindern kann die BVD-Infektion zu einer Infektion des Fetus führen. Je nach Trächtigkeitsstadium und Virusstamm können Aborte, Missbildungen, lebensschwache Kälber oder die Geburt von Dauerausscheidern die Folge sein. Für die Weiterverbreitung der Krankheit sind die Dauerausscheider (Virämiker, PI-Tiere) von entscheidender Bedeutung, da sie das BVD-Virus lebenslang in hoher Konzentration ausscheiden. Im Laufe der Aufzucht können diese Virämiker an der unheilbaren Mucosal Disease (MD = Schleimhaut-Krankheit) erkranken und verenden. Primäres Ziel der BVD-Impfung von Zuchttieren ist der fetale Schutz, um zu vermeiden, dass persistent infizierte Kälber geboren werden.

Clostridienerkrankungen

Infektionen durch Clostridien werden bei Schaf und Rind hauptsächlich durch 10 verschiedene Bakterien dieser Gattung hervorgerufen. Die Erreger kommen überall in der Umwelt der Tiere vor und sind auch bei gesunden Tieren im Magen-Darm-Trakt zu finden. Clostridien zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit in der Umwelt aus. Das alleinige Vorkommen der Bakterien in der Umgebung der Tiere oder auch im Magen-Darm-Trakt führt in der Regel noch nicht zum Auftreten von Krankheitserscheinungen. Vielmehr handelt es sich bei den Clostridienerkrankungen um sogenannte Faktorenerkrankungen. Erst durch krankheitsfördernde Einflüsse wie eine Futterumstellung, andere Erkrankungen oder Stresssituationen kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung der Clostridien und damit zu einer starken Toxinfreisetzung. Der Krankheitsverlauf ist häufig sehr schnell und geht oft mit plötzlichen Todesfällen einher. Eine Behandlung kommt hierbei meist zu spät. Zu den Clostridienerkrankungen zählen zum Beispiel die Breinierenerkrankung, Tetanus, Rauschbrand und Pararauschbrand. Die Impfung gegen die 10 wichtigsten Clostridienarten stellt eine wichtige Vorbeuge gegen diese verlustreichen Erkrankungen dar.

Rinderflechte

Die Rinderflechte (Trichophytie, Kälberflechte) ist weltweit die wichtigste Hauterkrankung des Rindes. Es handelt sich um eine entzündliche Pilzerkrankung der Haut, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Die kreisförmigen Hautveränderungen sind deutlich sichtbar, führen zu Narbenbildungen und verschlechtern somit die Lederqualität. Betroffene Tiere zeigen schlechtere Gewichtszunahmen und eine verminderte Milchleistung. Bei konsequenter und regelmäßiger Impfung wird der Infektionsdruck gesenkt und eine Bestandssanierung ist möglich.

Blauzungenerkrankung

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease) ist eine nicht ansteckende Virusinfektion bei Wiederkäuern, die durch das Blauzungenvirus (Bluetongue virus, BTV) verursacht wird. Die Übertragung findet durch blutsaugende Insekten der Gattung Culicoides (Gnitzen) statt. Die Erkrankung unterliegt in Deutschland der Anzeigepflicht. Die Ausprägung der klinischen Symptome hängt von verschiedenen Faktoren, wie dem Serotyp des Virus, der betroffenen Tierart, der Rasse und dem Alter des Tieres ab. Die Impfung ist neben dem Schutz der Tiere auch wichtig für den Tierhandel im Falle, dass in Deutschland Restriktionsgebiete ausgerufen werden.

Schafkrankheiten

Neben den Clostridienerkrankungen zählen beim Schaf auch die Moderhinke und der Chlamydienabort zu den wirtschaftlich bedeutenden Erkrankungen.

Bei der Moderhinke handelt es sich um eine chronisch verlaufende, schmerzhafte Infektionskrankheit der Klauen. Sie wird durch Bakterien hervorgerufen und ist hochansteckend. Es können Schafe aller Rassen betroffen sein. Erkrankte Tiere zeigen zunächst Entzündungen im Zwischenklauenspalt. Im weiteren Verlauf löst sich das Klauenhorn mit Absonderung einer stinkenden, schmierigen Flüssigkeit ab. Je nach Krankheitsverlauf kann es zum Verlust des Hornschuhs und Mitbeteiligung von Bändern, Sehnen und Knochen kommen. Erkrankte Tiere fallen in der Herde durch Lahmheit auf, wobei alle Klauen gleichzeitig betroffen sein können. Ein typisches Bild bei an Moderhinke erkrankten Schafen ist beim Fressen das Aufstützen auf die gebeugten Vorderbeine. Die Impfung gegen Moderhinke verhindert bei noch nicht erkrankten Tieren die Erkrankung, bei bereits erkrankten Tieren kann durch die Impfung die Dauer der Abheilung verkürzt werden.

Der Chlamydienabort der Schafe ist weltweit verbreitet und führt in der Schafhaltung zu hohen Verlusten. Typisch für die Erkrankung ist ein gehäuftes Verlammen in der Herde innerhalb der letzten Trächtigkeitswochen. Die Fruchthüllen jedoch sind sulzig verdickt und zeigen Herde mit entzündlichen Veränderungen. Die Muttertiere zeigen hierbei meist keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Beim Verlammen werden massenhaft Erreger ausgeschieden, die wieder andere Tiere infizieren können. Neben einem hohen Maß an Hygiene während der Lammzeit zählt die Impfung zu den wichtigsten Prophylaxemaßnahmen. Durch die Impfung kann die Zahl an Verlammungen und die Ausscheidung der Erreger reduziert werden. Wichtig ist, dass die Impfung nur vor der Trächtigkeit durchgeführt werden darf.

Referenzen

1. USDA, 2007, Dairy, part 1: Reference of Dairy Cattle Health and Management Practices in the United states, USDA-APHISVS, CEAH, #N480.1007. National Animal Health Monitoring System, Fort Collins, CO.

2. Bartels, C.J.M., Holzhauer, M., Jorritsma, R., Swart, W.A.J.M., Lam, T.J.G.M.,2010. Prevalence, prediction and risk factors of enteropathogens innormal and non-normal faeces of young Dutch dairy calves. Prev. Vet.Med. 93, 162–169.

3. Lorenz, I., Fagan, J., More, S.J., 2011. Calf health from birth to weaning. II.Management of diarrhoea in pre-weaned calves. Irish Vet. J. 64, 9.

4. Bach A., 2011, Associations between several aspects of heifer development and dairy cow survivability to second lactation, J. Dairy Sci. 94 :1052–1057.